Alpträume

Alpträume

Der Begriff Alptraum ist uns Menschen ebenso im täglichen Sprachgebrauch geläufig, wie Sport und Essen. Doch woher kommt eigentlich der Begriff Alptraum? Dieser verdankt seinen Namen den Alben, einer Bezeichnung aus der Mythologie für Kobolde. Die Fabelwesen waren, früher im Volksglauben, für schlechte Träume verantwortlich. Der Sage nach saßen die Kobolde auf der Brust eines schlafenden Menschen und flößten diesem Angst ein.

Jeder Mensch hat in seinem Leben schon mal mindestens 1 x schlecht geträumt. Alpträume sind eng an unsere Empfindung Angst gekoppelt und können viele Formen annehmen. Bei den meisten Alpträumen ist die Angst sogar so groß, dass der Mensch aus dem Schlaf erwacht. Typische Alptraum-Szenarien sind tiefes Fallen, weglaufen vor etwas Bösen, drohender Tod, fliegen oder einfach nicht von der Stelle kommen. Oft sind auch Mörder, Spinnen, Monster oder Schlangen involviert, die den Menschen in seinem Alptraum massiv ängstigen. Besonders bei Frauen ist eine Vergewaltigung der Alptraum schlechthin.

Deutung des Alptraums

Wer schlecht träumt, versucht oft auch einen anderen Schuldigen zu finden, als sich selbst. In der Regel handelt der eigene Alptraum jedoch nicht von äußeren realen Gefahren. Viel mehr sind eigene und unbewusste Persönlichkeitsteile für den Alptraum des Menschen verantwortlich. Um Alpträume richtig zu deuten, sollte die zuletzt genannte Grundregel immer beachtet werden.

Alle Alpträume haben eines gemeinsam, das unangenehme Gefühl von Angst und Ohnmacht, sich nicht helfen zu können. Der schlechte Traum erreicht seine Höchstphase im REM Schlaf. Die Definition Alptraum trifft übrigens erst dann richtig zu, wenn der Mensch vor Angst aufwacht. Wer nur selten bis gar keine Alpträume hat, der muss sich zunächst keine Gedanken über seine Träume oder deren Deutung machen. Treten Alpträume jedoch regelmäßig auf und wiederholen sich in ihrer Art, sollte der Mensch versuchen diese zu deuten. Wer damit nicht zurecht kommt oder zuviel Angst hat, der kann die Hilfe von Therapeuten oder Fachärzten in Anspruch nehmen. Diese können helfen, die stark ängstigenden Elemente der eigenen Persönlichkeit zu analysieren, welche aus den Träumen hervorgehen. Als nächster Schritt sollte man sich mit der Bewusstmachung der Problemfelder beschäftigen.

Ursachen

Bei Alpträumen muss zunächst zwischen Ursachen und Auslösern differenziert werden. Die massive Angst beim Träumen, ist dabei meistens auf innerpsychische Störungen als Ursache zurückzuführen. Diese haben Übermaß angenommen und treten nun in Form von Alpträumen zu Tage. In der herkömmlichen Medizin gibt es auch äußerliche Einflüsse, die zu Alpträumen führen können oder diese begünstigen.

Der Mediziner spricht hier von Auslösern wie:

  • Alkohol
  • Medikamente
  • Drogen
  • Stress
  • Gewalt
  • Sexuelle Gewalt
  • Erziehung
  • Belastende Erlebnisse

Ein Problem der Schulmedizin ist oft, dass es an Verständnis für Tiefenpsychologie oder Kenntnissen von Traumdeutung fehlt. Konflikte, Angst und Emotionen im Leben sind nicht nur Auslöser für unsere normalen Träume, sondern sind natürlich auch bei unseren Alpträumen von entscheidender Bedeutung. Alkohol, Medikamente oder Drogen, müssen hier nicht zwingend eine tatsächliche Ursache für einen Alptraum sein.

Wo sind Unterschiede zu normalen Träumen?

Unsere Alpträume werden nicht anders gedeutet als normale Träume. Wie bereits geschildert, haben beide Traumarten die gleichen Ursachen, können aber durch äußere Auslöser auch weiter begünstigt werden. Unterschiede bestehen allein in den Botschaften der Träume. Bei Alpträumen sind die Botschaften wesentlich stärker und dringlicher, was auch das massive Angstempfinden erklärt. Der innere Konflikt oder der verdrängte Persönlichkeitsteil verlangt dringend eine Lösung. Ein Alptraum muss sich nicht ein Leben lang wiederholen, sondern kann zum Beispiel mit einem Therapeuten und einer Traumdeutung gelöst werden. Angst taucht immer dann im Traum des Menschen auf, wenn wir etwas Unliebsames nicht richtig wahrhaben möchten oder es im realen Leben unterdrücken. Das beste Beispiel dafür, kann ein schlechtes Gewissen sein.

Ein Ziel sollte auf jeden Fall sein, verborgene Hinweise des Unterbewusstseins zu finden und Abhilfe zu schaffen, um endlich wieder besser schlafen und träumen zu können.

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