Bedeutung und Funktion von Träumen

Bedeutung und Funktion von Träumen

Der Traum ist ein Erlebnis im Schlaf, das häufig von Symbolen und intensiven Gefühlen begleitet wird. Meistens können sich die Träumenden nach dem Schlaf kaum noch an etwas erinnern. Die Interpretation der Traumerlebnisse nennt man auch Oneirologie (Traumdeutung).

Geträumt wird generell in allen Schlafphasen des Menschen, dazu zählen die Einschlafphase, der Schlaf, Tiefschlaf und REM Schlaf. Was in welcher Phase geträumt wurde, bleibt dabei nur selten in Erinnerung. Oft sind die Erlebnisse in unseren Träumen reine Utopie, da sie nicht realen Gesetzen unterliegen oder in unserem Verständnis von Realität einfach unwahrscheinlich sind. In der Regel, kann ein Traum nicht durch das eigene Ich gesteuert werden, das heißt kognitive Fähigkeiten wie Denken und logisches Erinnern, spielen nicht mehr die primäre Rolle. Damit ist dann auch das Bewusstsein eingeschränkt. Erschreckende und angsterfüllte Träume, werden von uns als Alpträume definiert.

Menschen träumen in der Gesamtheit ungefähr gleichviel, haben aber nicht das gleiche Erinnerungsvermögen an ihre Träume. Dabei können Medikamente, wie Psychopharmaka, eine Rolle spielen, die unsere Träume unterdrücken. Durch Meditation vor dem Einschlafen und Konzentration beim Aufwachen, kann das Erinnerungsvermögen im Bezug auf Träume verbessert werden.

Einflüsse auf Traumerlebnisse

Welche Einflussfaktoren es auf unsere Träume gibt, belegen verschiedene Studien von Wissenschaftlern. Die Traumerlebnisse nehmen ab, wenn zwischen einem Erlebnis im Wachzustand und Traum einige Zeit vergangen ist. Je länger ein Erlebnis dabei zurückliegt, desto blasser sind die Traumerlebnisse.

Auch Emotionen und die Tätigkeiten im Wachzustand vor dem Traum, können dabei eine große Rolle spielen. Die Zeit zwischen Schlaf und Beginn des Traums, hat Einfluss auf die Zeitbezüge der Traumelemente. Wobei die Träume in der REM-Schlafphase, meistens die aktuelleren Zeitbezüge enthalten können, als in den übrigen Schlafhälften. Wirken während des Träumens äußerliche Reize auf den Schlafenden, so werden diese über die Sinnesorgane wahrgenommen. Reize können dabei auch Bestandteil des Traums werden, je nach Wichtigkeit für den Menschen. Wichtig sind zum Beispiel bedrohliche Einflüsse.

Äußerliche Reize können sein:

  • Geräusche laut oder leise
  • Gespräche oder bestimmte Worte
  • Musik
  • Lichteffekte
  • Hunger
  • Durst
  • Harndrang
  • Kälte/Wärme

Träume können sich auch auf körperliche Funktionen wie Augenbewegung, Herz- und Atemfrequenz auswirken.

Traumerinnerung und Auswirkungen

Es gibt Menschen, die sich kaum an ihre Träume erinnern. Weckt man diese Personen jedoch in der REM-Schlafphase, so können diese sich meistens noch an ihren Traum erinnern. Vereinzelte Träumende, haben auch direkt mehrere Träume in einer Nacht. In Studien konnte man bisher nicht eindeutig festlegen, welche Faktoren Einfluss auf die Traumerinnerung haben und welche nicht. Auch die Tiefe des Schlafes scheint dafür nicht zwingend ausschlaggebend zu sein. Bei Frauen und Männern gibt es jedoch einen Unterschied. Frauen erinnern sich viel häufiger an ihre Träume, als Männer.

Wird der Mensch öfter spontan aufgefordert, sich besonders morgens an seine Träume zu erinnern und/oder ein Traumtagebuch zu führen, so kann das Erinnerungsvermögen weiter verbessert werden. Bei Untersuchungen, wie sich Träume auf unseren Alltag auswirken, hat man festgestellt, dass der Alptraum den stärksten Einfluss auf unsere Empfindungen am Tag danach hat. Öfter bekannt, werden auch kreative Ideen oder Denkanstöße aus unseren Träumen, die im realen Leben erfolgreich umgesetzt werden. Einige berühmte Erfinder und Künstler, haben zum Beispiel ihre Ideen aus Träumen entwickelt.

Traumfunktionen

Leider können Träume nur in Abhängigkeit vom Wachzustand richtig untersucht werden. Dabei gelten folgende Funktionen als maßgeblich:

  • Weiterentwicklung des Gehirns
  • Programmierung
  • Psychische Funktionen
  • Kompensation der Einseitigkeiten
  • Löschen und Bereinigung
  • Lösen von Problemen des Wachzustands
  • Verarbeiten emotionaler Erlebnisse
  • Entspannung bei Angstzuständen
  • Finden kreativer Lösungen

Neben diesen Funktionen kann es auch zu ausserkörperlichen Erfahrungen kommen, wie zum Beispiel indianische Völker sie schildern. Dabei verlässt der Geist für kurze Zeit den menschlichen Körper. Übrigens träumen neben uns Menschen auch die Tiere.

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